Mens sana in corpore sano - „ein gesunder Geist in einem gesunden Körper„

Gemäß dieser Redewendung nutzt die PMR die Wechselbeziehung zwischen Körper und Geist.

Durch bewusste An- und Entspannung bestimmter Muskelgruppen wird ein Zustand tiefer Entspannung des ganzen Körpers erreicht.

Da nicht nur der Körper unseren Geist beeinflusst, sondern umgekehrt auch der Geist unseren Körper, entspannen sich beide gleichermaßen. Je mehr wir unsere Muskeln entspannen, desto ruhiger werden wir.

Somit ist PMR auch eine effektive Technik um Gelassenheit zu fördern und Stress entgegenzuwirken.

Wir erreichen einen Zustand körperlicher und geistiger Entspannung.

Der Reihe nach werden bei der PMR bestimmte Muskelgruppen zunächst angespannt und anschließend wieder entspannt.

Wesentlich ist hierbei, dass durch ein hohes Maß an Achtsamkeit dem Anwender der Unterschied zwischen Anspannung und Entspannung deutlich wird. Allein dies ist schon eine bewusste Erfahrung, die viele Menschen in der heutigen Zeit nicht mehr kennen – der Körper wird häufig nur bewusst wahrgenommen wenn er schmerzt, bzw. NICHT funktioniert.

 

Eine kleine Übung hierzu:

Nehmen sie sich eine Minute Zeit und versuchen Sie z.B Ihre linke Hand wahrzunehmen.

Was spüren sie?

Sie wissen zwar „Ich habe eine Hand“, spüren aber möglicherweiese nicht sonderlich viel.

Formen Sie jetzt ihre Hand für einige Sekunden zu einer festen Faust. Was nehmen Sie jetzt war? Sie werden bemerken, dass etwas zu spüren ist, z. B. (Muskel-) Spannung, Druck oder ähnliches.

Jetzt entspannen Sie Ihre Hand wieder und fühlen nochmals hinein. Eventuell wird Ihnen jetzt auffallen, dass Sie im Unterschied zur Faust gerade eben eine Entspannung wahrnehmen, vielleicht auch ein Kribbeln in den Fingern, Wärme oder ähnliches.

  • Ihnen gelingt es besser als beim ersten Versuch die Hand zu spüren.
  • Sie nehmen die Entspannung deutlicher wahr, da Sie einen Vergleich (Anspannung) hatten.
  • ein erster Schritt zur Verbesserung der Körperwahrnehmung ist gemacht.

 

Warum PMR?

Was bringt uns nun Entspannung oder eine bessere Körperwahrnehmung?

  • Durch die Übungen kann Stress wirkungsvoll reduziert werden
  • Stress spielt bei bei der Entstehung von Rückenbeschwerden eine entscheidende Rolle
  • entspannte Muskulatur macht weniger Schmerzen
  • Verspannte Muskulatur kann Fehlhaltungen zur Folge haben, welche wiederum zu vorzeitigem Verschleiß in den betroffenen Gelenken führen können.
  • Bluthochdruck kann sich regulieren.
  • wir werden gelassener
  • Faszien sind momentan in aller Munde. Die Wissenschaft konnte nachweisen, dass emotionaler Stress Verspannungen und Schmerzen in den Faszien auslösen kann. Als Verursacher hierfür konnte ein Botenstoff (TGF) gefunden werden.
  • eine verbesserte Körperwahrnehmung läßt uns bewusster leben und besser auf bestimmte Situationen reagieren. Berufstätige mit vorwiegend sitzender Tätigkeit zum Beispiel werden früher spüren, dass es von Vorteil ist, sich rechtzeitig zu bewegen/ aufzustehen und zwar BEVOR Schmerzen entstehen.
  •  u.v.m.!!!

Achtsamkeitsorientierte Entspannungsübungen spielen erwiesender Maßen eine wesentliche Rolle zur Gesunderhaltung und Gesundung von Körper und Geist. Gleichzeitig gehören diese Übungen leider zu den am meisten vernachlässigsten Maßnahmen auf diesem Weg. Schnelle Erfolge gegen Schmerzen und Verspannungen werden verlangt.

Entspannungstechniken wie z.B. die PMR brauchen zwar einige Zeit konsequenten Übens, haben dann jedoch einen nachhaltigen/ langfristigen positiven Effekt, den man zu schätzen lernt.

Wesentlich ist nur, dass Sie sich täglich einige Minuten Zeit zum üben nehmen.