Bei der Behandlung nach Bobath folgen wir einem Konzept. Alles was dem Patienten zur normalen Bewegung in seinem Alltag verhilft oder ihm neue Fähigkeiten vermittelt, kann in die Therapie aufgenommen werden.

 

Die Rehabilitation beginnt am Tag nach dem Schlaganfall und dauert 24Stunden am Tag, denn im Idealfall beherrschen alle Menschen, die mit dem Patienten zu tun haben die Behandlungsgrundsätze. Jeder Therapeut wird sie dabei nach Kräften unterstützen. So kann der Betroffene maximal profitieren. Er lernt mit jeder gut ausgeführten Bewegung.

Mit seinem Wissen über normale Bewegungsabläufe und Gleichgewichtsreaktionen führt der Therapeut den Körper des Betroffenen durch eine Abfolge aufeinander aufbauender Aktivitäten, mit dem Ziel, Funktionen wiederherzustellen.

Es geht also nicht um einzelne Übungen, sondern um das ‚Zurückerobern‘ früherer Alltagsaktivitäten und normaler Bewegungsabläufe.

Der geschulte Therapeut gibt dabei soviel Hilfestellung wie nötig und so wenig wie möglich. So bleibt der Patient immer gerade unterhalb seiner Leistungsgrenze und kann so sein Leistungsniveau steigern.

Voraussetzung für dieses Wiedererlernen ist die möglichst gute Körpersymmetrie und eine Normalisierung des Haltungstonus. Die Aktivierung des Patienten findet immer von der betroffenen Seite statt. Möglichst viele Sinne werden genutzt, um die betroffene Seite erfahrbar zu machen. Dabei wird langsam und ruhig gearbeitet, um eine erfolgreiche Informationsverarbeitung zu gewährleisten. Richten sich die Übungsaufbauten nach dem Lebensumfeld der Patienten und seinen individuell resultierenden Herausforderungen, werden wir in sinnvollen physiologischen Mustern arbeiten und der Betroffene kann so stete Fortschritte machen.

 

Herkunft und Entstehung des Bobath - Konzeptes

 

Berta Bobath (geb.Busse *5.Dez. 1907 in Berlin-Charlottenburg, gest. 20.Januar 1991 in London) war eine deutsche Physiotherapeutin. Sie entwickelte gemeinsam mit ihrem Mann Karel Bobath (1906-1991) das multidisziplinäre rehabilitative Bobath-Konzept zur Behandlung und Pflege von Patienten mit Erkrankungen des zentralen Nervensystems.

 

In England ließ sich Berta Bobath zur Physiotherapeutin ausbilden. Sie traf dort ihren Jugendfreund, den jüdischen Kinderarzt Karel Bobath wieder, der über Prag und Brünn nach England geflohen war. Sie heiratete im April 1941 und begannen mit der Zusammenarbeit auf dem Gebiet neurologischer Störungen.

 

Berta Bobath erkannte, dass sich Spastiken durch bestimmte Bewegungen und Haltungen beeinflussen ließen und entwickelte gemeinsam mit ihrem Mann das Bobath-Konzept. (aus Wikipedia: Berta Bobath)